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Ortsteil Großenehrich

Beschreibung des Ortes


Im nordwestlichen Teil des Thüringer Zentral-Beckens auf der regenärmeren Keuperhochfläche mit einzelnen Muschelkalknestern liegt die Stadt Großenehrich am Oberlauf des Bennebachs.
Nordostwärts von Großenehrich erstreckt sich das romantische Mühltal, bestehend aus dem „Weinberg" und dem eigentlichen „Mühltal" (fr. Mühlental). Es führt seinen Namen nach den ursprünglich dort den Mahlbetrieb durchführenden 9 Mühlen.

 

Blick auf Großenehrich.jpg

Blick auf den Ortsteil Großenehrich mit den Türmen der Kirche und des Rathauses.

 

Diese Mühlen sind seit Jahrhunderten urkundlich bezeugt und haben die Herstellung von Mehl, Schrot und Öl für alle umliegendenDörfer betrieben. Mit Ausnahme der Stadtmühle wurden alle durch den „Bennebach" bzw. den von ihm abgeleiteten Mühlgraben angetrieben. Die Stadtmühle wurde durch das bis zur Verrohrung offen entlang der Klingenstraße laufende Wasser, der auf dem heutigen Marktplatz entspringenden „Klingenquelle", angetrieben.Das Tal bildet die einzige bewaldete Fläche in der Nähe der Stadt und ist deshalb ein beliebtes Ziel für Spaziergänge und Wanderungen.
Erstmals urkundlich erwähnt wird Großenehrich im Jahre 772 in der Schenkung des Edelfreien Alwalach an das Kloster Fulda. Seine Gründung dürfte aber bereits viel früher erfolgt sein, wahrscheinlich in den ersten sechs Jahrhunderten unserer Zeitrechnung von einem Anführer des Volkes der Thüringer, die das hiesige Land in Besitz nahmen, gegründet und nach seinem Namen „Ehriche" genannt.
In diese Zeit führen die verschiedenen im Raum Großenehrich gemachten Bodenfunde. Als Grund der Platzwahl zur hiesigen Niederlassung dürfte die starke, damals auf dem heutigen Marktplatz entspringende Klingenquelle anzusehen sein sowie ebenfalls der sicherlich damals bedeutende wasserreiche und damit auch fischreiche nördlich Großenehrichs fließende Bennebach. Der Name „Ehriche“ kann aber auch mit einer eventuell vorhandenen Fischfangvorrichtung, der sog. „Erche" im Bennebach zusammenhängen. In seinem dörflichen Grundriss war Großenehrich ein Haufenwegedorf, beinahe kreisförmig um Quelle und Marktplatz angesiedelt.

 

 

Beschreibung des Wappens

Wappen GEH.jpg

Das Wappen des Ortsteiles Großenehrich.

(Quelle: http://www.ngw.nl/int/dld/g/grossene.htm)

Das Wappen basiert auf dem alten Stadtsiegel aus dem Jahr 1562.
Die männliche Gestalt stellt Johannes den Täufer, Schutzpatron des im Jahre 852 gegründeten Reichsstiftes Gandersheim, dar. Die rechte Hand deutet auf das auf einem Buche ruhende Gotteslamm. Die in schwarz, rot und silber dargestellte Figur lässt die Stadtfarben von Großenehrich erkennen.
Das untere Schild, blauer Grund mit nach rechts oben steigendem Löwen, ist das Wappen der Schwarzburger Grafen bzw. Fürsten.
Das Reichsstift Gandersheim hatte von 874 bis 1808 umfangreiche Besitzungen in Großenehrich. Es ist anzunehmen, dass Johannes der Täufer der ursprüngliche Schutzpatron der hiesigen Ortskirche ist und nach Erhebung Großenehrichs zur Stadt um 1521 in das Stadtsiegel und -wappen aufgenommen wurde.