normale Schrift einschaltengroße Schrift einschaltensehr große Schrift einschalten
 

Ortsteil Otterstedt

 

Blick auf den Ortsteil Otterstedt

Blick auf den Ortsteil Otterstedt
(Quelle: "Der Kyffhäuserkreis im Jahr 2010", Bildarchiv Röttig)

 

 

Beschreibung des Ortes

Die Höhenlage von Otterstedt beträgt ca. 240m NN und der geologische Untergrund besteht aus oberem Muschelkalk. Der Ort liegt südlich der Hainleite-Abdachung in einer abfallenden Hanglage. Südwestlich von Otterstedt, in ca. 500 m Entfernung hat sich die „Helbe“ tief in die umgebende Landschaft gegraben. Die umgebende Kulturlandschaft im nördlichen und östlichen Bereich wird durch großflächige Äcker geprägt und ist bis auf einige Feldwege, Obstbaumreihen und Gräben relativ strukturarm.

Im südlichen und westlichen Bereich zum angrenzenden Helbetal ist die Landschaft dagegen sehr strukturreich. Ackerland, Streuobstwiesen, Weideflächen, Magerrasen und Feldgehölze gliedern die Landschaft und bieten auch selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Von der Anlage ist Otterstedt ein Haufendorf mit überwiegend alten, gut erhaltenen und teilweise renovierten Fachwerkhäusern. Fast alle Häuser grenzen direkt an die Straße. Platz für Vorgärten und Grünstreifen ist vorwiegend an der Hauptstraße und im äußeren Dorfbereich. Die Innenhöfe sind überwiegend versiegelt oder gepflastert. Neubauten, welche meistens im Randbereich des Dorfes entstanden, fügen sich harmonisch in das Ortsbild ein. Die Kirche ist aus Naturstein erbaut und vom Friedhof,welcher einen alten Baumbestand aufweist, umgeben. Das gesamte Kirchhofgelände ist mit einer Natursteinmauer mit  Mauerkronen-und Fugenvegetation eingefasst. Sie ist allerdings schon in großen Teilen verfallen und müsste saniert werden. Im nördlichen Bereich des Ortes befindet sich ein Einzelanwesen mit einem kleinen Teich, der von einer Quelle gespeist wird.

 

 

Die Kirche St. Fabian und St. Sebastian in Otterstedt

 

Blick auf die Kirche St. Fabian und St. Sebastian im Ortsteil Otterstedt

Blick auf die Kirche "St. Fabian und St. Sebastian" des Ortsteils Otterstedt

 

Die Kirche ist vermutlichsehr alt, jedoch weiß man die genaue Entstehungszeit nicht. Teile, die romanisch sind, lassen vermuten, dass das Gotteshaus aus dem Jahre 874 stammt. In anderen Orten ist die Kirche der zentrale Ort des kirchlichen Lebens, doch dies traf lange Zeit nicht auf die Otterstedter Kirche zu.
Nach der Neubesetzung der Pfarrstelle Anfang der 1960er-Jahre wurde bereits mit den Vorbereitungsar beiten für die Kirchenrenovierung begonnen jedoch blieb die Renovierung - obgleich es mehrmals neue, aber vergebliche Ansätze dazu gab - auf der Strecke. Zuletzt glich die Kirche einer Ruine, die Bewohner schämten sich, den Besuchern das Kircheninnere zu zeigen.
So war es auch kein Wunder, dass viele verärgerte Stimmen im Dorf zu hören waren. Als dann 1973 das Kirchspiel vakant wurde und somit der ständige Wechsel von Pfarrern begann, kam die Renovierung zum völligen Stillstand. Anlässlich der Bischofsbesuchstage im März 1981 bat man den Landesbischof um eine Besichtigung der Kirche. Er stellte fest, wie sehr der Gemeinde das Gotteshaus am Herzen lag. So sagte er ihr Unterstützung zu. Als am 10. Oktober 1983 die Vakanzverwaltung dem Pfarrer von Westerengel übertragen wurde, nahm Oberpfarrer Zwinkmann die Renovierung in die Hand. 1984 wurden bereits der gesamte Innenputz erneuert und die vorgesehenen Umbauten durchgeführt, so dass man die Kirche heute in vollem Glanz bewundern kann.
(Quelle: Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 24.07.2007)

 

Kirche St. Fabian und St. Sebastian des Ortsteils Otterstedt  mit kirchlichem Gemeindehaus

Kirche "St. Fabian und St. Sebastian" des Ortsteils Otterstedt

mit kirchlichem Gemeindehaus

 

Die Ölmühle bei Otterstedt

 

Im mittleren Helbetal, zwischen Bliederstedt und Otterstedt, liegt die ehemalige Winkelölmühle, genannt nach dem mittelalterlichen Dorf Winkel, das hier gestanden hat. Dieser Ort soll noch im 15. Jh. ein bedeutender Gerichtsort gewesen sein. Die Mühle wurde vom "Neunbörnerbach" angetrieben. Dieser entspringt in einem Wäldchen bei Bliederstedt, dem "Neunbörner".

 

In Ölmühlen findet im Gegensatz zu Getreidemühlen kein Mahlvorgang statt. Die Ölfrüchte (Mohn, Raps) werden zunächst in der Schrotmühle geschotet oder gequetscht. Sonnenblumenkerne oder Bucheckern werden im ersten Arbeitsschritt von zwei Mahlsteinen, dem so genannten Kollergang, zerrieben. Der entstehende Brei wird erwärmt, in ein Tuch geschlagen und ausgepresst.

 

Die Ölmühle bei Otterstedt.

Die Ölmühle bei Otterstedt.

(Quelle Text und Bild: Kyffhäusersparkasse "Unsere schöne Heimat 2014")

Alte Hauptstraße 12
99718 Großenehrich OT Otterstedt

Telefon 036370 46928

Öffnungszeiten:
Mittwoch:
18:00 Uhr bis 18:30 Uhr
(Büro des Ortsteilbürgermeisters im "Sonnenblick")