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Ortsteil Rohnstedt

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Ortsansichten von Rohnstedt.
Beschreibung des Ortes

Der Ort liegt in einer Höhe von 275 m ü. NN. undan den Randplatten eines Muschelkalkgebietes auf oberem Muschelkalk.Die umgebende Strukturlandschaft gehört zu den Ackerhügelländern nördlich des Thüringer Beckens und wird durch großflächige Feldfluren von der Landwirtschaft geprägt. Rohnstedt liegt ca. 2,5 km südlich von Großenehrich nahe der Kreisgrenze. Die Umgebung des Ortes ist reich strukturiert. Besonders erwähnenswert sind das Ober- und Untergroll,zwei wertvolle Flurgehölze, wenige hundert Meter östlich des Ortes. Verbindende Elemente zur offenen Landschaft sind der Grollbach, Feldwege mit Obstbaumreihen und die Streuobstbestände am Randbereich des Ortes. Rohnstedt ist ein typisches Straßendorf. Rechts und links der Hauptstraße sind die Häuser in niedriger geschlossener Bauweise errichtet. Die Fassaden sind teilweise als Fachwerk oder auch bereits als verkleidetes Fachwerk gestaltet. Besonders erwähnenswert sind zahlreiche kleine unversiegelte Gassen, die von der Hauptstraße aus zu dahinterliegenden Gehöften führen. Rohnstedt ist am Dorfrand von allen Seiten mit Streuobstwiesen umgeben, die als §-18-Biotope eingestuft werden können und deren Standorte unbedingt erhalten werden sollen. Der Grollbach durchfließt den Ort aus westlicher Richtung kommend, ist aber nnerhalb des Ortes nicht zu sehen, da er verrohrti st. Am östlichen Ortsausgang tritt er als begradigter Bach wieder aus und ist auf einer Seite von alten Weiden beschattet. Eine gut erhaltene erhaltenswerte Natursteinmauer, die zum Teil mit Efeu begrünt ist, umgrenzt denFriedhof. Auf der Westseite des Ortes befindet sich die Winterlinde,welche als Naturdenkmal vorgeschlagen ist.

 

Die Kirche St. Gotthardt in Rohnstedt
 
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Kirche St. Gotthardt des Ortsteils Rohnstedt mit Friedhof.

 

Die Rohnstedter Kirche wurde im Jahre 1693 erbaut und auf den Heiligen Gotthardt geweiht. Daher heißt sie St. Gotthardt-Kirche. Ihre Vorgängerin musste wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Der Turm mit seiner barocken Zwiebelhaube wurde erst 1727 fertiggestellt.
Ursprünglich erklangen drei Bronzeglocken von 1739, 1850 und 1856. Nachdem sie im ersten Weltkrieg zur Herstellung von Kanonen eingeschmolzen worden waren, ersetzte man sie im Jahre 1920 durch drei Stahlgussglocken. Außen an der Nordseite ist eine Gedenktafel eingemauert, die nur noch schwer entzifferbar ist. Sie berichtet, dass der Mauermeister Weibezal aus Greußen hier gebaut hat. Auf der Innenseite an der Südwand befand sich ehemals eine kleine Fensternische. Hier hat man offensichtlich einen Teil der alten romanischen Kirchmauer in den Neubau von 1693 mit einbezogen.
Das Kircheninnere war ehemals im Stil des Barock gestaltet. Im Jahre 1837 ist es jedoch völlig verändert, und dem Biedermeierstil angepasst worden. Dabei wurde auch der gotische Flügelaltar weitgehend zerstört.
In den Jahren 1987 bis 1992 ist die Kirche saniert und in diesem Zuge innen vollständig umgebaut worden, so dass sie für die heutige Form der Gemeindearbeit sehr gut ge­nutzt werden kann. Im Jahre 2001 wurde die Turmhaube holzseitig saniert, mit einer neuen Schiefereindeckung und einer umlaufenden Dachrinne versehen. (Quelle: Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 23.07.2007)